Montag, am 16. Jänner 2012

Neun Monate nach Sebastian Kurzs überraschender Berufung zum Staatssekretär für Integration resümiert er im Zigarren & Klub von Ketchum Publico über seine bisherige Amtszeit und gibt einen Ausblick auf zukünftige Vorhaben und Projekte.

Mit einem „Start-up im politischen Bereich“, wie Kurz es nennt, nehmen er und sein mittlerweile aus 150 MitarbeiterInnen bestehendes Team das Integrationsthema in Österreich in Angriff. Hinter dem zentralen Kurz´schen Credo: „Integration durch Leistung“ verbirgt sich ein positiver fordernder und anerkennender Zugang, der von den in Österreich lebenden 1,5 Millionen MigrantInnen einerseits Leistung einfordert und ihnen andererseits Wertschätzung entgegenbringt. Zusätzlich steht die Trennung der unterschiedlichen Themen Asyl, Integration und Zuwanderung im Fokus seiner Tätigkeit, da es laut Kurz in Österreich: „150.000 Zuwanderer aber nur 10.000 -15.000 Asylwerber pro Jahr gibt“.

Auf Basis eines Maßnahmenkatalogs, der von einer unabhängigen Expertenkommision erarbeitet wurde, sollen vor allem die zentralen Bereiche Spracherwerb, zum Einsatz Bringen und der gegenseitige Respekt abgedeckt werden. In all diesen Bereichen werden bereits Projekte umgesetzt, wie etwa das zweite verpflichtende Kindergartenjahr für Kinder mit Migrationshintergrund, das Recht für MigrantInnen ehrenamtlich bei Vereinen wie z.B: der Freiwilligen Feuerwehr tätig zu sein, der Migrantenindex, der eine zielgerichtetere Betreuung von MigrantInnen durch das AMS ermöglicht und „Zusammen Österreich“, ein Projekt, das erfolgreiche MigrantInnen an Schulen bringt, um bei den SchülerInnen Motivation zu schaffen und Vorurteile abzubauen. An neuen Projekten wie der „Rot-Weiß-Rot-Fibel“, die ZuwanderInnen grundlegende österreichische Wertvorstellungen schon beim Erstkontakt vermitteln soll, sowie einer Lösung für die Imam - Ausbildung in Österreich wird gearbeitet.

Kurz weiß, dass Integrationsprobleme „nicht von heute auf morgen lösbar sind“ und sieht seine Arbeit noch lange nicht als abgeschlossen. Abschließend appelliert er: „Jeder kann einen Beitrag zur Integration leisten!“

Zu den Gästen von Ketchum Publico Geschäftsführerin Dr. Saskia Wallner zählten unter anderem: Alexander Sperl, MBA (A1), Dr. Gustav Dressler (Generali), Thomas Lutz (Microsoft), Mag. Christine Stockhammer (Volksanwaltschaft), Mag. Johannes Dobretsberger (Oracle), Prof, Dr. Rudolf Bretschneider (GfK Austria GmbH), Sonja Gimplinger (SCN) und Mag. Dr. Ludwig Follner (Bundeskanzleramt).