Montag 21.11.2011
Warum ist Korruption eigentlich schlecht?
Mit dieser provokanten Frage leitetet RA CFE StA a.D. Steffen Salvenmoser, Partner und Leiter Forensic Services von PwC Österreich, seinen Vortrag im Zigarren Klub von Ketchum Publico ein.
Das Thema „Wirtschaftskriminalität und Korruption" ist dieser Tage omnipräsent. Allerdings ist Steffen Salvenmoser der Ansicht, dass in den vergangenen Jahren die Kriminalität in Unternehmen nicht zugenommen hat. „Durch ein erhöhtes Unrechtsbewusstsein und eine Sensibilisierung der Unternehmen werden einfach mehr Korruptionsfälle aufgedeckt und dadurch zunehmend in der Öffentlichkeit wahrgenommen“, erklärte Salvenmoser.
Der reale Schaden von Korruption in den betroffenen Unternehmen ist nicht nur der Bestechungsbetrag. Als Daumenregel, welche sich schon mehrfach bestätigt hat, gilt, dass sich die Höhe des Schadens auf das Vierfache des Bestechungsbetrages beläuft. „Nicht nur der finanzielle Schaden ist die Folge von Korruption. Neben dem Reputationsschaden für Unternehmen ist Korruption laut einer Studie der Weltbank auch ein enormer Innovationshemmer“, erläuterte der sympathische ehemalige deutsche Richter und Staatsanwalt Salvenmoser die Folgen von Wirtschaftskriminalität.
Zu den Gästen von Ketchum Publico Geschäftsführerin Dr. Saskia Wallner zählten unter anderem Othmar Pruckner (Trend), Mag. Johannes Dobretsberger (Oracle), Dr. Axel Aspetsberger (OeNB), Dr. Michaela Seiser (FAZ) und Mag. Hubert W. Wartner (TSIWC)